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Meine Neujahrsrede:

Es war sehr schwer, diese Rede vorzubereiten, viele Themen, viele Momente und noch mehr Ideen, die ich ansprechen möchte. Gleichzeitig scheint es, als sei es erst gestern gewesen, als wir Sie zuletzt hier begrüßen durften, doch ist so viel seither geschehen. So viele Krisen, so viele Ausnahmesituationen, so viel Unvorhersehbares ist in den vergangenen Jahren passiert.

Wenn Kommunalpolitik einst an den Gemeindegrenzen aufgehört hat, müssen wir in Bretten nicht nur die Probleme Deutschlands, auch nicht die Probleme in Europa, sondern die der ganzen Welt angehen.


Ich könnte Ihnen jetzt sagen, dass wir das im Handstreich in den Griff bekommen, doch jeder, der Ihnen eine einfache Lösung für eines der aktuellen Probleme verspricht, ist jemand, dem man nicht trauen sollte. In unserer vernetzten und globalen Welt ist nichts mehr einfach, und das haben all die Krisen der vergangenen Jahre gezeigt. All das kann einem die Zuversicht auf die Zukunft rauben.


Mit diesen Herausforderungen konfrontiert, möchte man am liebsten noch weniger Politik erleben. Noch verführerischer klingen die politischen Versprechen von Protektionismus und Abschottung sowie von der behüteten Vergangenheit. Es ist absolut menschlich, diesem Gedanken nachzugeben, und ich frage mich gelegentlich auch, ob es nicht toll gewesen wäre, 1895 in Bretten die SPD mitzugründen. Doch vergessen wir oft das Negative: die unsäglichen Kriege, die folgten, die schlechten sanitären Bedingungen oder kurzer, nicht so fun Fakt, dass Vergewaltigung in der Ehe bis 1997 straffrei war.


Politik ist nicht nur das, was wir im Fernsehen sehen oder von den Kollegen auf der Arbeit moniert wird. Politik findet dienstags um 18 Uhr im Rathaus statt, sie findet in zahlreichen politischen Veranstaltungen der Parteien statt und lebt von Ihnen! Wir sind für Sie da, um von Ihnen zu hören, was schlecht läuft. Denn nur so können wir unsere Position überdenken oder Ihnen unsere Sicht erklären. Ob Sie das dann berücksichtigen oder nicht, ist jedermanns Recht. Es bleibt uns nur, uns zu erklären, und wir werden uns morgen mehr erklären als gestern und somit hoffentlich der Politikverdrossenheit entgegenwirken.


Als Sozialdemokrat ist man immer auch lösungsorientiert. Ich könnte jetzt einfach sagen: Politikverdrossenheit reduzieren, Kommunalpolitik in den Fokus rücken und provokanter auftreten. Aber das greift nicht weit genug.


Wir arbeiten hart und viel in der SPD Bretten. Der Ortsverein und die Gemeinderatsfraktion investieren unzählige Stunden, um Bretten politisch voranzubringen. Seien es die zahlreichen Anträge, die wir im Gemeinderat eingebracht haben, oder die vielfältigen Veranstaltungen, die wir auf den Weg bringen, um Tag für Tag, Stunde für Stunde Probleme in Bretten zu lösen. Ich bin ungemein dankbar für diesen großartigen und engagierten Ortsverein, auf meine Fraktionskollegen und die Genossinnen und Genossen Brettens. Unsere Verantwortung liegt in der von uns in Bretten geleisteten Arbeit, die es verdient, mehr wahrgenommen zu werden.


Ich bin nun zu der Überzeugung gekommen, dass Politik nicht nur das Entscheiden ist, sondern viel mehr das Erklären des Entscheidungsprozesses auf Augenhöhe. Gleichzeitig braucht es eine Vision für Bretten, die weiter denkt, kreativer und innovativer ist, um Bretten sukzessive zu verbessern. Die SPD Bretten wird die Zukunft Brettens mitgestalten, indem wir weiter für kostenfreie KITA-Plätze kämpfen, mehr sozialen Wohnraum schaffen, eine zukunftsweisende Innenstadtentwicklung und vor allem für Ihre Anliegen kämpfen.


Dafür stehen wir, dafür steht die SPD Bretten.



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